Archiv der Presseinformationen des Stadtgeschichts- und -museumsvereins Schwerin e.V.

Das Haus des Stadtgeschichtsmuseums soll geschlossen werden!

Droht Schwerin der kulturelle Kahlschlag?

So titelte am 7. März ein Artikel in der Schweriner Volkszeitung, in welchem der Kulturdezernent seine Vorstellungen zur Zukunft des Stadtgeschichtsmuseums veröffentlichte. Das Haus am großen Moor soll geschlossen, eine kleine, von der Schwerin-Information betreute Sonderausstellung im Modellsaal des Rathauses gezeigt und Sonderausstellungen im Schleswig-Holstein Haus veranstaltet werden.

Doch wo bleibt das Kulturgut - die historische Wandbemalung, vor allem aber die umfangreiche Sammlung an Grafiken, Drucken oder auch die bundesweit bedeutende Plakatsammlung zur DDR-Geschichte und die etwa 15.000 bis 20.000 Negative und Fotos - welches das Museumsgebäude am Großen Moor bis unter das Dach füllt, insgesamt eine Sammlung, die Jahrhunderte der Stadtgeschichte dokumentiert und eine sachgerechte und fachlich betreute Aufbewahrung benötigt.

Wir sind der Meinung, daß ein Museum ohne Gebäude kein Museum mehr sein kann. Auf reine Ausstellung reduziert ist es nicht mehr der identitätsfördernde Raum, wo Besucher Ansprechpartner finden, Antworten zu Fragen auch über nicht ausgestellte Aspekte der Stadtgeschichte bekommen.

Die gesamte museumspädagogische Arbeit der vergangenen Jahre, die Betreuung von Schulklassen und Kindergartengruppen und ihre Heranführung an die Geschichte ihrer Heimatstadt müßte eingestellt werden, wenn keine Räume mehr zur Verfügung stehen. Auch die Veranstaltungen, die unabhängig von den Ausstellungen stattfinden, wie Weiterbildungsprojekte für Erwachsene oder die «Historischen Abende» brächen weg.

Immerhin geht es bereits um das dritte Museum, welches die Stadt innerhalb kurzer Zeit verlöre:

Treten auch Sie daher mit uns für den Erhalt des Stadtgeschichtsmuseums als intaktes und vollständiges Museum in Schwerin ein!

Anschriften:

Stadtvertretung:

Herrn/Frau [Name], Stadtvertetung Schwerin, oder an den/die Fraktionsgeschäftsführer der Stadtvertretungsfraktion der [Partei], Rathaus, Am Markt 14, 19055 Schwerin, Ihre Stadtvertreter finden Sie im Internet unter
http://www.schwerin.de/buergerservice/stadtvertretung/pdf/ausschuss_03_02_2003.pdf

fraktion@cdu-schwerin.de / PDS-fraktion-stv-Sn@t-online.de / spd-stadtfraktion-schwerin@t-online.de / Grüne/Bündnis90 nur Postanschrift (s.o.)

Kulturdezernent: Herr Beigeordneter Hermann Junghans, Am Packhof 2-6, 19010 Schwerin, E-Mail: hjunghans@schwerin.de

Oberbürgermeister:

Herrn Oberbürgermeister Norbert Claussen, Am Packhof 2-6, 19010 Schwerin, E-Mail: ob@schwerin.de

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Vortragsprogramm 2003 vorgestellt

Von Schweriner Familien, politischen Ereignissen und ganz Alltäglichem

Auch in diesem Jahr wieder interessante Vorträge im Stadtgeschichtsmuseum

Auch in diesem Jahr haben das Stadtgeschichtsmuseum und der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. wieder ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm in der Reihe »Historische Abende« mit Vorträgen zu interessanten stadtgeschichtlichen Themen zusammengestellt.

Es beginnt am 28. Januar um 19 Uhr mit einigen Anmerkungen zu einem besonderen Arbeitsverhältnis in Schwerin um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert: "»... so verwegen, stoltz und hochmüthig, daß er absolut nicht hören will was ich befehle.« Der Fürst und sein Steinschleifer - Aspekte eines besonderen Arbeitsverhältnisses am Ende des 18. Jahrhunderts" heißt der Vortrag, in dem sich Norbert Credé vom Stadtgeschichtsmuseum mit dem Wandel der Arbeit und der Produktion in der Schleifmühle beschäftigen wird. Im Zentrum steht die Schweriner "Steinschleifer-Dynastie" Wangel, die zwei Generationen lang in der Schleifmühle tätig war. Besonders von Wangel junior gingen um 1800 viele Impulse aus, die Arbeit in der Schweriner Steinschleifmühle zu modernisieren und ökonomischer zu gestalten. dazu gehörte auch der immer stärker expandierende Handel, durch den die Shleifmühle über die ausschließliche Produktion für den Bedarf des Fürstenhauses hinaus einen zunehmend florierenden Markt in Mecklenburg-Schwerin und darüber hinaus erschloß .

Am 25. Februar, ebenfalls um 19 Uhr, setzt Professor Dr. Sabine Bock ihre Reihe zur Schweriner Baugeschichte fort. Im zweiten Teil nimmt sich die Referentin die Epoche "Vom großen Stadtbrand bis zur Rückkehr des Hofes nach Schwerin" vor und wird schwerpunktmäßig über die Bauaktivitäten in Schwerin im 18. Jahrhundert berichten. Natürlich wird es vor allem um die barocke Neugründung der Schelfstadt und ihre Bebauung gehen, aber auch Umbauten am Schloß oder die Erweiterung des Rathauses werden erläutert.

Der Vortrag am 25. März 2003 wird von Dr. Georg Diederich bestritten, vielen noch als Innenminister aus der ersten Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns bekannt. Er sein Referat unter den Titel "Das Augenzwinkern des Stiers oder: Wer wird Landeshauptstadt? Die Wiedergründung der Bundesländer und die Wahl Schwerins zur Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns" gestellt und wird die Ereignisse um die Wahl Schwerins zur Landeshauptstadt des nach dem Ende der DDR wieder entstandenen Landes Mecklenburg-Vorpommern auf der Grundlage neuerer Forschungsarbeiten beleuchten und in den Kontext der Neugründung der Länder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR stellen. Doch werden auch persönliche Erinnerungen an die Zeit des Umbruch und Neuaufbaus einfließen.

Am 8. April berichtet Sabine Precht vom Stadtgeschichtsmuseum über "Kinderbewahranstalten in Schwerin", den Vorläufern heutiger Kindergärten. Zur Geschichte der "Kinderbewahranstalten" des hat die Referentin im Zuge der Vorbereitungen zur aktuellen Sonderausstellung "Puppen, Ranzen und Matrosenkragen. Kindheit in Schwerin 1840-1940" geforscht.

Nach der Sommerpause geht es am 30. September mit einem Vortrag von May Hempel, Ernst-Alban-Gesellschaft für Technikgeschichte, weiter, die sich mit "Technischen Einrichtungen in historischen Kulturgebäuden" (Arbeitstitel) befaßt. Dabei wird es vor allem um Heizungsanlagen und elektrische Beleuchtung in den fürstlichen, Regierungs- und Kulturgebäuden in Schwerin gehen.

Am 28. Oktober 2003 referiert Dr. Bernd Kasten, Direktor des Schweriner Stadtarchivs, über einen Teil der städtischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts in Schwerin: "Hof und Hofgesellschaft in Schwerin 1837-1918" hat er seinen Vortrag genannt.

Den letzten Historischen Abend bestreitet am 25. November 2003 der Schwerin Sebastian Joost. Er wird unter dem Titel "Von Seilern, Brauern und Gutsbesitzern. Ein Streifzug durch die Geschichte einer mecklenburgischen Familie" über eine interesante Mecklenburger Familie berichten, die Roses. Mitglieder dieser über Jahrhunderte hier lebenden Familie betätigten sich als Brauer in Grabow, Seiler in Schwerin, Regierungsbeamte und Gutsbesitzer.

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Tätigkeitsbericht  2000

Vorstand zieht auf Jahreshauptversammlung erfolgreiche Bilanz

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Stadtgeschichtsmuseum Schwerin zog der Vorstand des Vereins nicht nur eine erfolgreiche Bilanz des  Jahres 2000, sondern auch für die zukünftige Arbeit des Vereins einige Weichenstellungen erfolgversprechend vollzogen werden konnten.

Schleifmühle
Die Arbeit in der Schleifmühle wies für das Berichtsjahr 2000 eine positive Bilanz auf: Nicht nur daß mit etwa 5.000 Besuchern die Besuchszahl im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant geblieben ist, auch konnten zahlreiche Veranstaltungen in der Schleifmühle durchgeführt werden, die vor allem dank des engagierten ehrenamtlichen Einsatzes von Vereinsmitgliedern bei den Besuchern einen außerordentlich guten Anklang fanden. Bemerkenswert auch die vielen Fachbesuche in der Schleifmühle, die zu interessanten gesprächen und neuen Kontakten führten.
Die freundlichen und lobenden Eintragungen im Gästebuch sprechen nicht zuletzt für die interessanten und kompetenten Vorführungen in dieser einmaligen Einrichtung.

Aktivitäten und Veranstaltungen
2. Januar 
Anschnitt des »Milleniumsteins« in Anwesenheit von Vereinsmitgliedern und Besuchern; der seit 1990 bearbeitete Granitblock war am 11. Dezember 1999 aus der Säge genommen worden.
Januar 
bis 
März
Saisonvorbereitung
- Ersatz des verschlissenen Schleifrahmens durch Neuanfertigung
- Neugestaltung der Vitrine zur Edelsteinschleiferei
- Regulierung der Mühlentechnik und  Wartung
- Pflege der Außenanlagen
März
Eine vorsaisonale Öffnung an Samstag- und Sonntagnachmittagen war notwendig, um die Sägerinne im neuen Stein nach dem Anschnitt so zu vertiefen, daß ein problemloser Betrieb der Steinsäge mit Saisonbeginn gesichert war.
2. April 
Saisoneröffnung
17. April Beginn de Baus eines neuen Wasserrades mit Unterstützung der Beschäftigungsförderungsgesellschaft Zukunftswerkstatt Schwerin e.V. und unter fachlicher Anleitung des Mühlenbaubetriebs Zecher aus Wittenburg 
23. April 
Osterfest an der Mühle mit Kaffee und Kuchen
8. und 9. Juni
Wechsel des Wasserrades 
12. Juni
Deutscher Mühlentag:  Kunsthandwerkermarkt mit Kunsthandwerkern aus Schwerin und Hamburg; bewährte gastronomische Betreuung der Besucher durch Vereinsmitglieder.
9. Juli
Kinderfest in Zusammenarbeit mit der Schule der Künste
20. Juli
Abschluß der Sanierung der Mechanik der Wehranlage durch Mitarbeiter der Stadtwerke Schwerin und des Neubaus des Gerinnes und der Staubretter durch die Zukunftswerkstatt Schwerin e. V.
2. September
Benefizkonzert mit irischer und schottischer Folklore der Schweriner Gruppe REEL
3. Oktober
Besuch des Mühlenvereins Bardowik
18. Oktober
Informationsbesuch von Tagungsteilnehmern des Projekts "Pearls of the North" im Rahmen des EU-Programms  "Kulturgüter für die nachhaltige Fremdenverkehrsentwicklung in der Region HOLM und europäischen Partnerregionen"; die Schleifmühle ist in dieses Projekt eingebunden.
21. Oktober 
Herbstpflegearbeiten auf dem Grundstück der Schleifmühle
Anfang November
Besuch des Stadtpräsidenten der Schweriner Partnerstadt Pila (Polen) und seiner Mitarbeiter der Bereiche Sport und Kultur im Rahmen ihres Arbeitsaufenthalts in Schwerin
5. November
Ende der Mühlensaison
11. November
Besuch von Pressevertretern aus dem norddeutschen Raum, organisiert von der Stadtmarketing-Gesellschaft Schwerin
18. November
Letzte außersaisonale Führung für Mitarbeiter eines Berliner Steinmetzbetriebs

Problematisch blieb und ist auch noch in diesem Jahr die Situation hinsichtlich der Miet- bzw. Pachtverhältnisse der Schleifmühle, da es hier trotz intensiver Bemühungen und des mehrfach geäußerten positiven Willens der Liegenschaftsverwaltung des Landes noch nicht zu einem Vertragsabschluß gekommen ist. Letztlich ist dies ein entscheidender Punkt, welcher der geplanten weiteren Entwicklung sowie weiteren Bauvorhaben hemmend im Wege steht.
Ebenfalls zur Zufriedenheit der Mitglieder entwickelte sich 2000 die Fortsetzung der Arbeiten zur Sanierung des Schleifmüllerhauses. Sie konnten soweit abgeschlossen werden, daß mittlerweile mit Malerarbeiten im Innern durch Mitglieder des Vereins begonnen werden konnte. Damit werden in absehbarer Zeit die Räume zur Nutzung durch den Verein und die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Besucherbilanz
Zeitraum Besuche Bemerkung
vor der Saison (März)
164
93 Einzel-, 70 Gruppenbesucher
Saison vom 2.4. bis 5.11.2000 101 Öffnungstage, 28 vereinbarte Führungen außerhalb der Öffnungszeit
Einzelbesuche
3.480
Gruppenbesuche
1.297
darunter 19 Schulklassen, 12 aus Schweriner Schulen
nach der Saison (6. bis 19. November 2000)
34
19 Einzel-, 15 Gruppenbesucher
Gesamtbesuche
4.974
Das Besucherbuch belegt, daß Gäste aus nahezu allen Bundesländern (einzige Ausnahme: das Saarland) die Schleifmühle besuchten.
Darüber hinaus gibt es Eintragungen von Besuchern aus: USA, KANADA, RUSSLAND, KASACHSTAN, AUSTRALIEN, DÄNEMARK, FINNLAND, SCHWEDEN, NORWEGEN, ENGLAND, NIEDERLANDE, ESTLAND und  FRANKREICH.

Stadtgeschichtsmuseum
Neben der Schleifmühle, die einen großen Teil der Aktivitäten band, konnte aber auch hinsichtlich der Unterstützung der Arbeit des Stadtgeschichtsmuseums eine positive Bilanz gezogen werden. So wurden im Rahmen der "Historischen Abende" insgesamt sieben Vorträge vom Stadtgeschichts- und -museumsverein organisiert und im Stadtgeschichtsmuseum durchgeführt. Die konstante und stetig wachsende Zahl der Besucher, die mit mehr als 40 Gästen bei einzelnen Vorträgen an die Kapazitätsgrenze des Vortragsraumes geht, zeigt das ungebrochene Interesse an stadt- und landesgeschichtlichen Themen. Einen wichtigen Bestanteil der Fördertätigkeit stellte auch wieder die personelle und finanzielle Unterstützung der Sonderveranstaltungen des Stadtgeschichtsmuseums beim Schweriner Museumsfestes, Herbstfest des Museums  und Adventsbasars dar.

Kritisch merkte der Vorstand an, daß trotz des Einsatzes vieler Mitglieder des Vereins manche wünschenswerte Vorhaben nicht ausgeführt werden konnten. Sicherlich wäre es erforderlich, noch mehr Mitglieder für die aktive Arbeit zu gewinnen. Zwar steigt die Mitgliederzahl zwar seit Jahren stetig an, dennoch wünschte man sich weitere Aktivitäten hinsichtlich zur Werbung neuer Mitglieder.
      Mitglieder  am 31.12.2000:     59
      Mitgliederbewegung:              4 Eintritte, 2 Austritte

Vorträge Historische Abende
  Knut Matzat, Schwerin
  Die Freimaurer von Schwerin.
 Prof. Dr. Sabine Bock, Schwerin und Bamberg
 Ein Engländer in Schwerin. Thomas Nugents Reisen durch Mecklenburg am Ende des 18. Jahrhunderts
Dr. Steffen Stuth, Magdeburg
Berichte aus dem Residierdorf. Ein Hof auf dem Land - Der Schweriner Hof in Ludwigslust
Christine Rehberg-Credé, pro historia Schwerin
100 Jahre Handwerkskammer.
Dr. Wolfgang Kessler, Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek, Herne
Polnische und deutsche Juden in der Provinz und Woiwodschaft Posen 1815-1945. Vortrag im Rahmen der Polnischen Woche.
Heiko Schön, Schwerin
Die Schweriner Armenordnung von 1788.
Dr. Peter Clemens / Norbert Credé, Schwerin
Familiengeschichte und Stadtgeschichte. Die Geschichte der Schutzjudenfamilie Hinrichsen aus   zwei Perspektiven.

Aus finanzieller Sicht, so zeigte der Kassenbericht gelang auch 2000 wieder die Lage des Vereins zu konsolidieren, so daß im laufenden Jahr einige schon länger geplante Vorhaben in Angriffgenommen werden können. Dank der Förderung der Schleifmühle durch das Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Landeshauptstadt Schwerin konnte auch hier ein ausgeglichener Jahresabschluß vorgelegt werden. Vor allem in Hinsicht auf die Fortsetzung der Arbeiten bei der Sanierung des Nebenhauses ging der Dank des Stadtgeschichts- und -museumsvereins an die Beschäftigungsförderungsgesellschaft Zukunftswerkstatt Schwerin e.V., deren Projekt in starkem Maß zum aktuellen Stand und faktischen Abschluß der Arbeiten zur Erhaltung des Hauses beitrug.
Vor allem die erfolgreiche Arbeit des Vorstands bei der Führung des Vereins  war ausschlaggebend für das Ergebnis der Neuwahlen des Vorstands, bei dem alle bisherigen Mitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden und Frau Christine Nerlich, die sich vor allem in der Schleifmühle engagiert, ebenso einstimmig als weitere Beisitzerin gewählt wurde. Der Vorstand gehören an: Jörg Moll, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, Vorsitzender; Norbert Credé, Historiker, Stadtgeschichtsmuseum Schwerin, erster stellv. Vorsitzender; Steffi Rogin, Denkmalpflegerin, zweite stellv. Vorsitzende; Christine Rehberg-Credé, ehrenamtliche Geschäftsführerin, Dagmar Reinisch, Heide Svensdotter, Christine Nerlich, Herbert Koch als Beisitzer.

Chronik der Veranstaltungen
20. Mai Museumsfest Schweriner Museen - frei und offen 3
1. Juli Informations- und Verkaufsstand auf dem Schelfstadtfest 
24. Juni Mitgliederfahrt ins Freilichtmuseum Hösseringen
2. Dezember Adventsbasar im Stadtgeschichtsmuseum
9. Dezember Informations- und Verkaufsstand auf dem Schelfstadt-Adventsbasar im Schleswig-Holstein-Haus 
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Presseinformation vom 05.06.2001

Moormarkt im Stadtgeschichtsmuseum Schwerin am 14. Juli 2001
Zahlreiche Attraktionen locken zum Bummel in die Altstadt

In diesem Jahr lädt das Stadtgeschichtsmuseum am 14. Juli 2001 wieder zum traditionellen Moormarkt ein. Von 10.00 bis 17.00 Uhr bietet ein Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt Führungen durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande«, Vorführungen von alten Filmen aus Schwerin und zahlreiche Aktivitäten für Klein und Groß rund um das Haus am Großen Moor.
Auf der Bühne geht es nachmittags richtig los: Musik für Kinder, eine Modenschau der Geschäftsleute am Großen Moor, Folklore und Jazz und Pop von Schülern des Konservatoriums, ein vielseitiges Programm, das für jeden etwas zu bieten hat.
Wie in jedem Jahr lädt der Stadtgeschichts- und -museumsverein zu kulinarischen Genüssen auf den Museumshof ein, natürlich auch mit frischen Waffeln, Kirschn und Sahne. Auch der Büchermarkt mit alten Büchern und Schallplatten findet wieder statt, dessen Erlös dem Förderverein des Stadtgeschichtsmuseums zugute kommen wird.
Die Straße wird wieder gesperrt, so daß sie vor allem für Kinderspiele und Basteleien zur Verfügung steh. Einen Kinder-Tauschkrammarkt, Spiele zur Sinnesschulung, Stelzenlauf oder »Käse rollen« und »Klompenlaufen« laden zu Spaß und Wettstreit ein. Wer mag, kann sich mit dem Papagei vom Zoo unterhalten, einer Weberin, einer Klöpplerin und einer Korbflechterin über die Schulter schauen und siche die alten Techniken erklären lassen oder sich beim Fertigen von Trockenblumengestecken anregen lassen. Südamerikanisches Kunsthandwerk oder exotische Produkte aus fernen Ländern erinnern an einen Basar; Sammler können am Trödelstand fündig werden.
Die Geschäftsleute vom Großen Moor beteiligen wie immer mit besonderen Aktionen an dem Fest in der ganzen Straße. Zum Bummeln und Schauen laden Stände der Geschäfte, von Vereinen oder Kunsthandwerkern ein.
Saitenspinner spielen auf dem Moormarkt
Saitenspinner - internationale Folklore und immer ein
Genuß! In diesem Jahr ab 15 Uhr auf der Bühne vor dem Stadtgeschichtsmuseum.

10.00 Uhr Führung durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande«
11.00 Uhr Rückblende - Filmvorführung Schweriner Archivfilme
12.00 Uhr  Führung durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande«
13.00 Uhr Rückblende - Filmvorführung
14.00 Uhr Schule der Künste e.V., Kindermusikprogramm
14.30 Uhr Modenschau unter Mitbeteiligung der Modegeschäfte am Gr. Moor
15.00 Uhr Gruppe Saitenspinner, Europäische Folkmusik
16.00 Uhr Gruppe Konsax, Konservatorium Schwerin mit Jazz, Rock, Pop

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Presseinformation vom 17.02.2001

Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. 
erhält von der Sparkasse Schwerin Spende für Schleifmühle

Wie in jedem Jahr fördert die Sparkasse Schwerin auch 2001 wieder gemeinnützige Vereine mit Zuwendungen aus dem Prämiensparen (PS-Sparen). Am 16. Februar fand die Übergabe des symbolischen Schecks in Höhe von DM 9.000 durch den Sparkassendirektor, Herrn Schmidt, im früheren Schleifmüllerhaus statt. Als Empfänger waren diesmal der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V., der Kreisverband Schwerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Reichsbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ausgewählt, von denen jeder DM 3.000 erhielt.
Scheckübergabe durch den Vorstand der Sparkasse im Schleifmüllerhaus der Schweriner Schleifmühle: v.l.n.r. Herr Wegener, Reichsbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Herr Schmidt, Sparkassendirektor, Herr Credé, Stadtgeschichtsverein, Herr Mielke, Kreisverband Schwerin der Arbeiterwohlfahrt, Herr Thoms, Reichsbund.
Der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. wurde mit den Geldern für die Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles der Schweriner Schleifmühle bedacht. Groß war die Freude beim Vorstand des Vereins über diese Zuwendung, weil dringender Geldbedarf für Beschaffung von Material zur Fortsetzung der Sanierungsarbeiten am früheren Schleifmüllerhaus besteht.
Da die Übergabe der Spende im diesem Gebäude erfolgte, konnten sich die versammelten Vertreter der Sparkasse Schwerin und der zahlreich anwesenden Presse sich vom Fortschritt der Arbeiten direkt vor Ort überzeugen. Der vom Vorsitzenden des Trägervereins der Schleifmühle, Jörg Moll, geführte Rundgang durch das Haus vermittelte eindrucksvoll, wie eine denkmalgerechte Sanierung unter Verwendung traditioneller Baumaterialien und -farben und unter Anwendung alter Handwerkstechniken möglich ist.
Da die Sanierung des Schleifmüllerhauses bereits in der Vergangenheit von der Sparkasse mit finanziellen Zuwendungen bedacht worden war, konnte sich Sparkassendirektor Schmidt vor Ort von der sachgerechten Verwendung der Gelder überzeugen.
In seiner kurzen Ansprache dankte der stellvertretende Vorsitzende des Stadtgeschichts- und -museumsvereins Schwerin e.V., Norbert Credé, der Sparkasse für ihr anhaltendes Engagement und verwies zugleich auf die Notwendigkeit solcher Förderung. Die Schleifmühle Schwerin als einzigartige Anlage zur Vorführung historischer Steinbearbeitungstechniken  habe eine große und mit nachhaltige Wirkung für die Anziehungskraft der Landeshauptstadt Schwerin. Diese dauerhaft zu erhalten und die Attraktivität der Schleifmühle zu steigern, seien der Verein und seine Mitglieder allein kaum in der Lage. Erst die tatkräftige finanzielle Unterstützung der Wirtschaft und von Stadt und Land, sowie die Kooperation mit anderen gemeinnützigen Einrichtungen habe die aufwendige und qualitativ hochwertige Sanierung des bald 300 Jahre alten Denkmals Schleifmüllerhaus ermöglicht. Die jetzige Spende trage dazu bei, die Arbeiten rasch weiterführen und soweit abschließen zu können, daß schon in diesem Jahr eine öffentliche museale Nutzung der ersten Räume in greifbare Nähe rücken kann.

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