Das Haus des Stadtgeschichtsmuseums soll geschlossen werden!
Droht Schwerin der kulturelle Kahlschlag?
So titelte am 7. März ein Artikel in der Schweriner Volkszeitung, in welchem der Kulturdezernent seine Vorstellungen zur Zukunft des Stadtgeschichtsmuseums veröffentlichte. Das Haus am großen Moor soll geschlossen, eine kleine, von der Schwerin-Information betreute Sonderausstellung im Modellsaal des Rathauses gezeigt und Sonderausstellungen im Schleswig-Holstein Haus veranstaltet werden.
Doch wo bleibt das Kulturgut - die historische Wandbemalung, vor allem aber die umfangreiche Sammlung an Grafiken, Drucken oder auch die bundesweit bedeutende Plakatsammlung zur DDR-Geschichte und die etwa 15.000 bis 20.000 Negative und Fotos - welches das Museumsgebäude am Großen Moor bis unter das Dach füllt, insgesamt eine Sammlung, die Jahrhunderte der Stadtgeschichte dokumentiert und eine sachgerechte und fachlich betreute Aufbewahrung benötigt.
Wir sind der Meinung, daß ein Museum ohne Gebäude kein Museum mehr sein kann. Auf reine Ausstellung reduziert ist es nicht mehr der identitätsfördernde Raum, wo Besucher Ansprechpartner finden, Antworten zu Fragen auch über nicht ausgestellte Aspekte der Stadtgeschichte bekommen.
Die gesamte museumspädagogische Arbeit der vergangenen Jahre, die Betreuung von Schulklassen und Kindergartengruppen und ihre Heranführung an die Geschichte ihrer Heimatstadt müßte eingestellt werden, wenn keine Räume mehr zur Verfügung stehen. Auch die Veranstaltungen, die unabhängig von den Ausstellungen stattfinden, wie Weiterbildungsprojekte für Erwachsene oder die «Historischen Abende» brächen weg.
Wenn auch Sie der Meinung sind, daß die »Kulturhauptstadt« Schwerin ein »lebendiges« Stadtgeschichtsmuseum braucht, schweigen Sie nicht, äußern Sie sich in Leserbriefen, sprechen Sie mit Ihren Stadtvertretern, schreiben Sie ihnen oder wenden Sie sich direkt an den Kulturdezernenten. Fordern Sie von ihnen den Erhalt des einzigen Museums mit direktem Bezug zur Stadtgeschichte.
Immerhin geht es bereits um das dritte Museum, welches die Stadt innerhalb kurzer Zeit verlöre:
Treten auch Sie daher mit uns für den Erhalt des Stadtgeschichtsmuseums als intaktes und vollständiges Museum in Schwerin ein!
Stadtvertretung:
Herrn/Frau [Name], Stadtvertetung Schwerin, oder an den/die Fraktionsgeschäftsführer der Stadtvertretungsfraktion der [Partei], Rathaus, Am Markt 14, 19055 Schwerin, Ihre Stadtvertreter finden Sie im Internet unterfraktion@cdu-schwerin.de / PDS-fraktion-stv-Sn@t-online.de / spd-stadtfraktion-schwerin@t-online.de / Grüne/Bündnis90 nur Postanschrift (s.o.)
Kulturdezernent: Herr Beigeordneter Hermann Junghans, Am Packhof 2-6, 19010 Schwerin, E-Mail: hjunghans@schwerin.de
Oberbürgermeister:
Herrn Oberbürgermeister Norbert Claussen, Am Packhof 2-6, 19010 Schwerin, E-Mail: ob@schwerin.de
topVortragsprogramm 2003 vorgestellt
Von Schweriner Familien, politischen Ereignissen und ganz Alltäglichem
Auch in diesem Jahr wieder interessante Vorträge im Stadtgeschichtsmuseum
Auch in diesem Jahr haben das Stadtgeschichtsmuseum und der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. wieder ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm in der Reihe »Historische Abende« mit Vorträgen zu interessanten stadtgeschichtlichen Themen zusammengestellt.
Es beginnt am 28. Januar um 19 Uhr mit einigen Anmerkungen zu einem besonderen Arbeitsverhältnis in Schwerin um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert: "»... so verwegen, stoltz und hochmüthig, daß er absolut nicht hören will was ich befehle.« Der Fürst und sein Steinschleifer - Aspekte eines besonderen Arbeitsverhältnisses am Ende des 18. Jahrhunderts" heißt der Vortrag, in dem sich Norbert Credé vom Stadtgeschichtsmuseum mit dem Wandel der Arbeit und der Produktion in der Schleifmühle beschäftigen wird. Im Zentrum steht die Schweriner "Steinschleifer-Dynastie" Wangel, die zwei Generationen lang in der Schleifmühle tätig war. Besonders von Wangel junior gingen um 1800 viele Impulse aus, die Arbeit in der Schweriner Steinschleifmühle zu modernisieren und ökonomischer zu gestalten. dazu gehörte auch der immer stärker expandierende Handel, durch den die Shleifmühle über die ausschließliche Produktion für den Bedarf des Fürstenhauses hinaus einen zunehmend florierenden Markt in Mecklenburg-Schwerin und darüber hinaus erschloß .
Am 25. Februar, ebenfalls um 19 Uhr, setzt Professor Dr. Sabine Bock ihre Reihe zur Schweriner Baugeschichte fort. Im zweiten Teil nimmt sich die Referentin die Epoche "Vom großen Stadtbrand bis zur Rückkehr des Hofes nach Schwerin" vor und wird schwerpunktmäßig über die Bauaktivitäten in Schwerin im 18. Jahrhundert berichten. Natürlich wird es vor allem um die barocke Neugründung der Schelfstadt und ihre Bebauung gehen, aber auch Umbauten am Schloß oder die Erweiterung des Rathauses werden erläutert.
Der Vortrag am 25. März 2003 wird von Dr. Georg Diederich bestritten, vielen noch als Innenminister aus der ersten Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns bekannt. Er sein Referat unter den Titel "Das Augenzwinkern des Stiers oder: Wer wird Landeshauptstadt? Die Wiedergründung der Bundesländer und die Wahl Schwerins zur Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns" gestellt und wird die Ereignisse um die Wahl Schwerins zur Landeshauptstadt des nach dem Ende der DDR wieder entstandenen Landes Mecklenburg-Vorpommern auf der Grundlage neuerer Forschungsarbeiten beleuchten und in den Kontext der Neugründung der Länder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR stellen. Doch werden auch persönliche Erinnerungen an die Zeit des Umbruch und Neuaufbaus einfließen.
Am 8. April berichtet Sabine Precht vom Stadtgeschichtsmuseum über "Kinderbewahranstalten in Schwerin", den Vorläufern heutiger Kindergärten. Zur Geschichte der "Kinderbewahranstalten" des hat die Referentin im Zuge der Vorbereitungen zur aktuellen Sonderausstellung "Puppen, Ranzen und Matrosenkragen. Kindheit in Schwerin 1840-1940" geforscht.
Nach der Sommerpause geht es am 30. September mit einem Vortrag von May Hempel, Ernst-Alban-Gesellschaft für Technikgeschichte, weiter, die sich mit "Technischen Einrichtungen in historischen Kulturgebäuden" (Arbeitstitel) befaßt. Dabei wird es vor allem um Heizungsanlagen und elektrische Beleuchtung in den fürstlichen, Regierungs- und Kulturgebäuden in Schwerin gehen.
Am 28. Oktober 2003 referiert Dr. Bernd Kasten, Direktor des Schweriner Stadtarchivs, über einen Teil der städtischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts in Schwerin: "Hof und Hofgesellschaft in Schwerin 1837-1918" hat er seinen Vortrag genannt.
Den letzten Historischen Abend bestreitet am 25. November 2003 der Schwerin Sebastian Joost. Er wird unter dem Titel "Von Seilern, Brauern und Gutsbesitzern. Ein Streifzug durch die Geschichte einer mecklenburgischen Familie" über eine interesante Mecklenburger Familie berichten, die Roses. Mitglieder dieser über Jahrhunderte hier lebenden Familie betätigten sich als Brauer in Grabow, Seiler in Schwerin, Regierungsbeamte und Gutsbesitzer.
Tätigkeitsbericht 2000
Vorstand zieht auf Jahreshauptversammlung erfolgreiche Bilanz
Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Stadtgeschichtsmuseum Schwerin zog der Vorstand des Vereins nicht nur eine erfolgreiche Bilanz des Jahres 2000, sondern auch für die zukünftige Arbeit des Vereins einige Weichenstellungen erfolgversprechend vollzogen werden konnten.
Schleifmühle
Die Arbeit in der Schleifmühle wies für das Berichtsjahr 2000 eine positive Bilanz auf: Nicht nur daß mit etwa 5.000 Besuchern die Besuchszahl im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant geblieben ist, auch konnten zahlreiche Veranstaltungen in der Schleifmühle durchgeführt werden, die vor allem dank des engagierten ehrenamtlichen Einsatzes von Vereinsmitgliedern bei den Besuchern einen außerordentlich guten Anklang fanden. Bemerkenswert auch die vielen Fachbesuche in der Schleifmühle, die zu interessanten gesprächen und neuen Kontakten führten.
Die freundlichen und lobenden Eintragungen im Gästebuch sprechen nicht zuletzt für die interessanten und kompetenten Vorführungen in dieser einmaligen Einrichtung.
Aktivitäten und Veranstaltungen
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2. Januar
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Anschnitt des »Milleniumsteins« in Anwesenheit von Vereinsmitgliedern und Besuchern; der seit 1990 bearbeitete Granitblock war am 11. Dezember 1999 aus der Säge genommen worden. |
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Januar
bis März |
Saisonvorbereitung: - Ersatz des verschlissenen Schleifrahmens durch Neuanfertigung - Neugestaltung der Vitrine zur Edelsteinschleiferei - Regulierung der Mühlentechnik und Wartung - Pflege der Außenanlagen |
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März
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Eine vorsaisonale Öffnung an Samstag- und Sonntagnachmittagen war notwendig, um die Sägerinne im neuen Stein nach dem Anschnitt so zu vertiefen, daß ein problemloser Betrieb der Steinsäge mit Saisonbeginn gesichert war. |
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2. April
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Saisoneröffnung |
| 17. April | Beginn de Baus eines neuen Wasserrades mit Unterstützung der Beschäftigungsförderungsgesellschaft Zukunftswerkstatt Schwerin e.V. und unter fachlicher Anleitung des Mühlenbaubetriebs Zecher aus Wittenburg |
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23. April
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Osterfest an der Mühle mit Kaffee und Kuchen |
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8. und 9. Juni
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Wechsel des Wasserrades |
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12. Juni
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Deutscher Mühlentag: Kunsthandwerkermarkt mit Kunsthandwerkern aus Schwerin und Hamburg; bewährte gastronomische Betreuung der Besucher durch Vereinsmitglieder. |
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9. Juli
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Kinderfest in Zusammenarbeit mit der Schule der Künste |
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20. Juli
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Abschluß der Sanierung der Mechanik der Wehranlage durch Mitarbeiter der Stadtwerke Schwerin und des Neubaus des Gerinnes und der Staubretter durch die Zukunftswerkstatt Schwerin e. V. |
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2. September
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Benefizkonzert mit irischer und schottischer Folklore der Schweriner Gruppe REEL |
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3. Oktober
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Besuch des Mühlenvereins Bardowik |
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18. Oktober
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Informationsbesuch von Tagungsteilnehmern des Projekts "Pearls of the North" im Rahmen des EU-Programms "Kulturgüter für die nachhaltige Fremdenverkehrsentwicklung in der Region HOLM und europäischen Partnerregionen"; die Schleifmühle ist in dieses Projekt eingebunden. |
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21. Oktober
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Herbstpflegearbeiten auf dem Grundstück der Schleifmühle |
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Anfang November
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Besuch des Stadtpräsidenten der Schweriner Partnerstadt Pila (Polen) und seiner Mitarbeiter der Bereiche Sport und Kultur im Rahmen ihres Arbeitsaufenthalts in Schwerin |
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5. November
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Ende der Mühlensaison |
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11. November
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Besuch von Pressevertretern aus dem norddeutschen Raum, organisiert von der Stadtmarketing-Gesellschaft Schwerin |
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18. November
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Letzte außersaisonale Führung für Mitarbeiter eines Berliner Steinmetzbetriebs |
Problematisch blieb und ist auch noch in diesem Jahr die Situation hinsichtlich der Miet- bzw. Pachtverhältnisse der Schleifmühle, da es hier trotz intensiver Bemühungen und des mehrfach geäußerten positiven Willens der Liegenschaftsverwaltung des Landes noch nicht zu einem Vertragsabschluß gekommen ist. Letztlich ist dies ein entscheidender Punkt, welcher der geplanten weiteren Entwicklung sowie weiteren Bauvorhaben hemmend im Wege steht.
Ebenfalls zur Zufriedenheit der Mitglieder entwickelte sich 2000 die Fortsetzung der Arbeiten zur Sanierung des Schleifmüllerhauses. Sie konnten soweit abgeschlossen werden, daß mittlerweile mit Malerarbeiten im Innern durch Mitglieder des Vereins begonnen werden konnte. Damit werden in absehbarer Zeit die Räume zur Nutzung durch den Verein und die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Besucherbilanz
| Zeitraum | Besuche | Bemerkung |
| vor der Saison (März) |
164
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93 Einzel-, 70 Gruppenbesucher |
| Saison vom 2.4. bis 5.11.2000 | 101 Öffnungstage, 28 vereinbarte Führungen außerhalb der Öffnungszeit | |
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Einzelbesuche
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3.480
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Gruppenbesuche
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1.297
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darunter 19 Schulklassen, 12 aus Schweriner Schulen |
| nach der Saison (6. bis 19. November 2000) |
34
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19 Einzel-, 15 Gruppenbesucher |
| Gesamtbesuche |
4.974
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Stadtgeschichtsmuseum
Neben der Schleifmühle, die einen großen Teil der Aktivitäten band, konnte aber auch hinsichtlich der Unterstützung der Arbeit des Stadtgeschichtsmuseums eine positive Bilanz gezogen werden. So wurden im Rahmen der "Historischen Abende" insgesamt sieben Vorträge vom Stadtgeschichts- und -museumsverein organisiert und im Stadtgeschichtsmuseum durchgeführt. Die konstante und stetig wachsende Zahl der Besucher, die mit mehr als 40 Gästen bei einzelnen Vorträgen an die Kapazitätsgrenze des Vortragsraumes geht, zeigt das ungebrochene Interesse an stadt- und landesgeschichtlichen Themen. Einen wichtigen Bestanteil der Fördertätigkeit stellte auch wieder die personelle und finanzielle Unterstützung der Sonderveranstaltungen des Stadtgeschichtsmuseums beim Schweriner Museumsfestes, Herbstfest des Museums und Adventsbasars dar.
Kritisch merkte der Vorstand an, daß trotz des Einsatzes vieler Mitglieder des Vereins manche wünschenswerte Vorhaben nicht ausgeführt werden konnten. Sicherlich wäre es erforderlich, noch mehr Mitglieder für die aktive Arbeit zu gewinnen. Zwar steigt die Mitgliederzahl zwar seit Jahren stetig an, dennoch wünschte man sich weitere Aktivitäten hinsichtlich zur Werbung neuer Mitglieder.
Mitglieder am 31.12.2000: 59
Mitgliederbewegung: 4 Eintritte, 2 Austritte
Vorträge Historische Abende
| Knut Matzat, Schwerin Die Freimaurer von Schwerin. |
| Prof. Dr. Sabine Bock, Schwerin und Bamberg Ein Engländer in Schwerin. Thomas Nugents Reisen durch Mecklenburg am Ende des 18. Jahrhunderts |
| Dr. Steffen Stuth, Magdeburg Berichte aus dem Residierdorf. Ein Hof auf dem Land - Der Schweriner Hof in Ludwigslust |
| Christine Rehberg-Credé, pro historia Schwerin 100 Jahre Handwerkskammer. |
| Dr. Wolfgang Kessler, Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek, Herne Polnische und deutsche Juden in der Provinz und Woiwodschaft Posen 1815-1945. Vortrag im Rahmen der Polnischen Woche. |
| Heiko Schön, Schwerin Die Schweriner Armenordnung von 1788. |
| Dr. Peter Clemens / Norbert Credé, Schwerin Familiengeschichte und Stadtgeschichte. Die Geschichte der Schutzjudenfamilie Hinrichsen aus zwei Perspektiven. |
Aus finanzieller Sicht, so zeigte der Kassenbericht gelang auch 2000 wieder die Lage des Vereins zu konsolidieren, so daß im laufenden Jahr einige schon länger geplante Vorhaben in Angriffgenommen werden können. Dank der Förderung der Schleifmühle durch das Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Landeshauptstadt Schwerin konnte auch hier ein ausgeglichener Jahresabschluß vorgelegt werden. Vor allem in Hinsicht auf die Fortsetzung der Arbeiten bei der Sanierung des Nebenhauses ging der Dank des Stadtgeschichts- und -museumsvereins an die Beschäftigungsförderungsgesellschaft Zukunftswerkstatt Schwerin e.V., deren Projekt in starkem Maß zum aktuellen Stand und faktischen Abschluß der Arbeiten zur Erhaltung des Hauses beitrug.
Vor allem die erfolgreiche Arbeit des Vorstands bei der Führung des Vereins war ausschlaggebend für das Ergebnis der Neuwahlen des Vorstands, bei dem alle bisherigen Mitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden und Frau Christine Nerlich, die sich vor allem in der Schleifmühle engagiert, ebenso einstimmig als weitere Beisitzerin gewählt wurde. Der Vorstand gehören an: Jörg Moll, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, Vorsitzender; Norbert Credé, Historiker, Stadtgeschichtsmuseum Schwerin, erster stellv. Vorsitzender; Steffi Rogin, Denkmalpflegerin, zweite stellv. Vorsitzende; Christine Rehberg-Credé, ehrenamtliche Geschäftsführerin, Dagmar Reinisch, Heide Svensdotter, Christine Nerlich, Herbert Koch als Beisitzer.
Chronik der Veranstaltungen
| 20. Mai | Museumsfest Schweriner Museen - frei und offen 3 |
| 1. Juli | Informations- und Verkaufsstand auf dem Schelfstadtfest |
| 24. Juni | Mitgliederfahrt ins Freilichtmuseum Hösseringen |
| 2. Dezember | Adventsbasar im Stadtgeschichtsmuseum |
| 9. Dezember | Informations- und Verkaufsstand auf dem Schelfstadt-Adventsbasar im Schleswig-Holstein-Haus |
Moormarkt im Stadtgeschichtsmuseum Schwerin am 14. Juli 2001
Zahlreiche Attraktionen locken zum Bummel in die Altstadt
In diesem Jahr lädt das Stadtgeschichtsmuseum am 14. Juli 2001 wieder zum traditionellen Moormarkt ein. Von 10.00 bis 17.00 Uhr bietet ein Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt Führungen durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande«, Vorführungen von alten Filmen aus Schwerin und zahlreiche Aktivitäten für Klein und Groß rund um das Haus am Großen Moor.
Auf der Bühne geht es nachmittags richtig los: Musik für Kinder, eine Modenschau der Geschäftsleute am Großen Moor, Folklore und Jazz und Pop von Schülern des Konservatoriums, ein vielseitiges Programm, das für jeden etwas zu bieten hat.
Wie in jedem Jahr lädt der Stadtgeschichts- und -museumsverein zu kulinarischen Genüssen auf den Museumshof ein, natürlich auch mit frischen Waffeln, Kirschn und Sahne. Auch der Büchermarkt mit alten Büchern und Schallplatten findet wieder statt, dessen Erlös dem Förderverein des Stadtgeschichtsmuseums zugute kommen wird.
Die Straße wird wieder gesperrt, so daß sie vor allem für Kinderspiele und Basteleien zur Verfügung steh. Einen Kinder-Tauschkrammarkt, Spiele zur Sinnesschulung, Stelzenlauf oder »Käse rollen« und »Klompenlaufen« laden zu Spaß und Wettstreit ein. Wer mag, kann sich mit dem Papagei vom Zoo unterhalten, einer Weberin, einer Klöpplerin und einer Korbflechterin über die Schulter schauen und siche die alten Techniken erklären lassen oder sich beim Fertigen von Trockenblumengestecken anregen lassen. Südamerikanisches Kunsthandwerk oder exotische Produkte aus fernen Ländern erinnern an einen Basar; Sammler können am Trödelstand fündig werden.
Die Geschäftsleute vom Großen Moor beteiligen wie immer mit besonderen Aktionen an dem Fest in der ganzen Straße. Zum Bummeln und Schauen laden Stände der Geschäfte, von Vereinen oder Kunsthandwerkern ein.
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| Saitenspinner - internationale Folklore und immer ein Genuß! In diesem Jahr ab 15 Uhr auf der Bühne vor dem Stadtgeschichtsmuseum. |
| 10.00 Uhr | Führung durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande« |
| 11.00 Uhr | Rückblende - Filmvorführung Schweriner Archivfilme |
| 12.00 Uhr | Führung durch die Sonderausstellung »Mecklenburg-Niederlande« |
| 13.00 Uhr | Rückblende - Filmvorführung |
| 14.00 Uhr | Schule der Künste e.V., Kindermusikprogramm |
| 14.30 Uhr | Modenschau unter Mitbeteiligung der Modegeschäfte am Gr. Moor |
| 15.00 Uhr | Gruppe Saitenspinner, Europäische Folkmusik |
| 16.00 Uhr | Gruppe Konsax, Konservatorium Schwerin mit Jazz, Rock, Pop |
Wie in jedem Jahr fördert die Sparkasse Schwerin auch 2001 wieder gemeinnützige Vereine mit Zuwendungen aus dem Prämiensparen (PS-Sparen). Am 16. Februar fand die Übergabe des symbolischen Schecks in Höhe von DM 9.000 durch den Sparkassendirektor, Herrn Schmidt, im früheren Schleifmüllerhaus statt. Als Empfänger waren diesmal der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V., der Kreisverband Schwerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Reichsbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ausgewählt, von denen jeder DM 3.000 erhielt.
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Scheckübergabe durch den Vorstand der Sparkasse im Schleifmüllerhaus der Schweriner Schleifmühle: v.l.n.r. Herr Wegener, Reichsbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Herr Schmidt, Sparkassendirektor, Herr Credé, Stadtgeschichtsverein, Herr Mielke, Kreisverband Schwerin der Arbeiterwohlfahrt, Herr Thoms, Reichsbund. |