Eine neue
stadtgeschichtliche Ausstellung
für Schwerin - aber wo?
In der Schweriner Stadtvertretung und Stadtverwaltung wird derzeit die Fortschreibung des Kulturentwicklungskonzepts für die Jahre 2010 bis 2015 diskutiert. Darin wird auch auf die Museen eingegangen und festgeschrieben, dass eine neue stadtgeschichtliche Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus gezeigt werden soll; in den Räumen im Übergangsbereich von dem jetzigen Ausstellungshaus zum Haus Schliemannstraße 2 und im ersten Stock des letzteren. Museumsbesucher hatten bereits Gelegenheit diese Räume kennen zu lernen, denn dort wurde die Ausstellung zum »Mecklenburg und der Erste Weltkrieg« (2008) schon gezeigt. In der Folgezeit veranstaltete die Stiftung Mecklenburg, die ihren Sitz in der Schliemannstraße 2 hat, dort verschiedene Ausstellungen. 2010 baut die Stiftung Mecklenburg in Zusammenarbeit mit der Stadtgeschichtlichen Sammlung und dem Mecklenburgischen Volkskundemuseum dort die Ausstellung »Schweriner Wohnen – Möbel mit Geschichte« vor.

Im kommenden Jahr soll dann die neue stadtgeschichtliche Ausstellung eröffnet werden.

Soweit die Situation. In unserem Verein haben sich verschiedene Mitglieder darüber ihre Gedanken gemacht und sind in der letzten Mitgliederversammlung in Sachen neue stadtgeschichtliche Ausstellung an den Vorstand herangetreten, dieser möge sich positionieren und versuchen, sich an der Erarbeitung des Konzepts für die Ausstellung zu beteiligen.

Nach reiflicher Überlegung sind wir nun zu dem Entschluss gekommen, den von nun an auch auf unserer Website nachzulesenden offenen Brief an die Oberbürgermeistern der Landeshauptstadt Schwerin, die Vorsitzenden der Fraktionen in der Stadtvertretung und die Presse zu schreiben.

Unser Fazit:

Wir halten die Räume für die neue stadtgeschichtliche Ausstellung für gänzlich ungeeignet. Statt nun Geld dafür auszugeben, hier unter unzulänglichen Bedingungen eine Ausstellung für viel Geld einzurichten, wobei von vornherein absehbar ist, dass sie gegenüber dem, was wir bis 2005 am Großen Moor hatten, kaum Verbesserungen bringen wird, sollte man in Ruhe ein zukunftsorientiertes, entwicklungsfähiges Museums- und Ausstellungskonzept für einen museumsgereichten, ausreichend großen und vor allem Flexibilität in Gestaltung und Einrichtung ermöglichenden Standort. Auch die Frage der Finanzierung der Ausstellung wäre so langfristiger zu klären. Nur ein Standort, der eine moderne, d.h. auch mit zeitgemäßen Medien und Präsentationsmethoden arbeitende Ausstellung ermöglicht wird für potentielle Geldgeber aus der Wirtschaft attraktiv sein und kann ihnen adäquate Gegenwerte bieten.

Über die Begründung unseres Standpunkts informiert Sie der offene Brief. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Meinung zur Frage nach einer neuen stadtgeschichtlichen Ausstellung mitteilen würden.